Blutmond und ein Kreuz

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Blutmond und ein Kreuz

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Beschreibung

Szene 1 Mondnacht an der Stepenitz

Wie eine mahnende Scheibe steht auch in dieser funkelnden Nacht des Jahres 1856 der Blutmond über den sanft nickenden Gräsern im Stepenitztal, jenen saftigen Gräsern, die für die im Winter geborenen Lämmer so wichtig sind. Es ist April und Alwin, der Schäfer von Schloss Bothmer, saugt die naturtriefende Luft in beide Lungenflügel. Er beobachtet eingehend das Lichterzelt des Sternenhimmels. Natürlich kennt er alle 12 Tierkreiszeichen des nördlichen Himmels und darüber hinaus viele weitere Sternbilder. Schäfer ist ein angesehener Beruf, er erwirtschaftet Wolle, hochwertiges Fleisch und gesunde Milch, sein Beruf erfüllt ihn mit Stolz. Zauberhaft ist dieses Tal, so gleichmäßig mäandernd fließt die Stepenitz mit ihren dunklen Wässern. Rotfedern und Brassen stehen schlafend, Insekten sind jetzt mitten in der Nacht nicht zu erwarten. Intensiv lüftet Alwin seinen für einen Schäfer recht geräumigen Wagen, einen der ganz wenigen, in welchem der Schäfer nicht nur liegen, sondern auch gebückt stehen kann. Der Ochs des Grafen hat ihn durch die Flur gezogen. Alwin, sein Name ist Omen, heißt er doch Freund der Elfen, liebt diese Stunden der Nacht, wenn die Tiere ruhig beieinander liegen, der Hund mit einem Nasenloch wittert und er völlig ungestört die zauberischen Lichtspiele des Tals beobachten kann. Sanft streichelt er seinem Hund über den Kopf, zieht seinen weiten Mantel aus und steigt über die Holzdeichsel in seinen Schäferwagen.

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