Sommerfest

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Sommerfest

Geschichte aus der jemenitischen Vergangenheit

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Beschreibung

Es war ein fiebriger, heißer Morgen, Sina hatte nicht gut geschlafen, sie war nervös. Ihre alte Amme brachte ihr eine nährende Eselsmilch und einen Sud aus gestampften Kräutern.

Dann half sie ihr beim Anlegen der Reithosen.

„Ihr seid nicht die kräftigste von diesen Reitern, aber ihr seid die gütigste und weiseste!“ Diese Worte der umsichtigen Alten sollten sich heute bewahrheiten.

Sie hängte Sina in einem Beutelchen glückbringende Blätter der Wüstenrose unter ihr Hemd, hob die rechte Hand an ihr Herz, verneigte sich und verließ das Zimmer.

 

Sina lebte in den Bergen an den Ufern des breiten Flusstales, welches sich seit Urzeiten durch dieses karge arabische Gebirge fraß. Im heutigen Jemen, jenem Land, welches Carsten Niebuhr 2400 Jahre später Arabia felix nannte.

Ihr Vater, König der Sabäer, jenes stolzen Volkes, welches 700 Jahre vor Christus in den jemenitischen Bergen lebte, war bei seinen Untertanen beliebt und wegen seiner Strenge gefürchtet zugleich, hatte er doch Regentschaft und Gerichtsbarkeit in Personalunion unter sich.

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