Strasse des Lebens

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Strasse des Lebens

Kurzgeschichte aus Russland

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Beschreibung

Abfahrt Moskovskiy vokzal – Moskauer Bahnhof, St. Petersburg, das Zugabteil ist gut gefüllt, wir sitzen auf soliden Holzbänken. Die Menschen sind einfacher gewandet, keine Frauen mehr in langen, wallenden Kleidern mit klimpernden Ohrgehängen wie sich die Petersburgerin gerne auf den weiten Einkaufsstraßen dieser von prächtigen Klassizismusbauten geprägten Stadt präsentiert. Manch einer lehnt müde gegen die eher schmud-deligen Fenster, der Zug knallt und kreischt bei der Abfahrt, nur wir zwei Deutsche nehmen etwas irritiert Notiz davon. Weitere Touristen entdecke ich keine.

Die immer noch kräftige Sonne des Spätsommers heizt das Ab-teil übermäßig auf, Kühlung bringt nur ein gekipptes Fenster. Die Fahrkartenkontrolleurin in grauer Uniform arbeitet sich mit ernster und gewichtiger Miene durch die Abteile.

Die wohlklingenden Namen der Ortschaften wie Kovalevo, Ro-manovka, Kornevo, Proba stehen in einigem Kontrast zu den unprätentiös funktionalen und für unser Auge eher rauhen Bahnhöfen. Mitunter packen die Reisenden ihre bunten Taschen und traben auf Trampelpfaden direkt in den Wald. Wald ist in dieser Gegend vorherrschend, Birken, Kiefern, Ebereschen, die Bäume wirken insgesamt gesünder als im Süden unserer Re-publik.

Unsere russischen Freunde Evgenia und Dmitrij erläutern, dass wir nun an einen beliebten Badestrand der Petersburger fahren, nach Ladozhskoye Ozero, Ladoga See, so heißt der kleine Ort aber auch dieser riesige See.

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